Malpighiales > Salicaceae > Salix retusa

Stumpfblatt-Weide

(Salix retusa)

VI — VIII Home steinige Rasen, feuchte Felsfluren
1 — 10 cm indigen LC
Salix retusa
Synonym: Salix kitaibeliana. Chamaephyt, sa-alp(-sn). Die verholzenden Triebe liegen oberirdisch am Boden ausgebreitet. Die 1 — 3 cm lange, ganzrandige Laubblattspreite ist stumpf oder auch spitz, manchmal ausgerandet und beiderseits kahl. Die Seitennerven sind deutlich bogig zur Blattspitze gerichtet und nur undeutlich mit Netznerven verbunden (Lit). Die häufige, geschützte Art kommt im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer (außer Wien und Burgenland) vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix retusa
 
 
Blattunterseite
 
 
Blätter
Aufnahmen: 28.08.2008 am Nordgrat des Schrocken

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"411. S. retusa. L. (Gestutztblättrige W.)
Sträuchlein mit niedergestrecktem, sehr knorrigem, sehr ästigem Stamme, 1 — 6"— 1' langen Aesten und rasenförmigem, grasgrünem Blattwerke; Blätter sehr kurzgestielt, verkehrteiförmig oder länglich-keilig, stumpf, gestutzt, meist ausgerandet, seltner kurzbespitzt, am Rande ganz und flach, kahl oder in der Jugend etwas seidigbehaart, beiderseits gleichfärbig, grasgrün und glänzend, parallel-aderig, etwas steif, 2'''— 6''' lang, 1 — 3''' breit. Nebenblätter klein, meist fehlend. Kätzchen endständig, gestielt, Stiel beblättert und knospentragend. Kätzchenschuppen einfärbig, die männlichen hellgelb, die weiblichen grün. Männliche Kätzchen sehr klein, eiförmig, arm blüthig, 1 — 6''' lang, Staubfäden 2, getrennt, Staubkölbchen gelb. Weibliche Kätzchen dünn, länglich, zur Fruchtreife grösser, bis 9''' lang, Fruchtknoten eiförmig, kahl, kurzgestielt, Stiel höchstens so lang als die Honigdrüse, Griffel kurz, Narben 2theilig, abstehend. Von S. myrsinites, in deren Gesellschaft sie oft gemeinschaftliche Rasenpolster bildet, durch die hellgelben oder hellgrünen, einfärbigen, ziemlich kahlen Kätzchenschuppen, von S. reticulata durch die beiderseits gleichfarbigen, paralleladerigen Blätter verschieden.

Aendert an Grösse ab:

  • α retusa. L. syst. Blätter 6''' lang, Aeste bis 1' lang.
  • β minor. (S. serpyllifolia Scop.) Blätter 2 —4''' lang, Aeste bis 6''' lang. Form höherer Standorte.

Juni — Juli

Fast auf den meisten Kalkalpen des Traunkreises und des Salzkammergutes (5000—6000'). Am hohen Nock, Grestenberg, grossen und kleinen Priel, Kirchtag, Schracken, am grossen und kleinen Pyrgas, häufig auf der Speikwiese des Warscheneggs, am Traunstein, Saarstein, Dachsteingebirge, Kranabittsattel, Feuerkogel u. s. w. β Häufig am hohen Nock (Engel), auf der Klinserscharte (Saxinger), auf der Speikwiese unter var. α."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 351), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 29.09.2026

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